Logo

Projekte

Fünf mit Strahlkraft

Kachel Projekte

Die Marktmacht der Gruppe voll zu entwickeln und im Team viel mehr zu erreichen, als die einzelnen Spieler es allein könnten – dafür steht die Thüga. Mit fünf Angeboten macht sie Stadtwerke fit für die Zukunft.

Der Veränderungsdruck, der auf den regionalen Energieversorgern lastet, ist enorm. Die Lösungen, die die Thüga zusammen mit den Partnerunternehmen erarbeitet und der Gruppe insgesamt zur Verfügung stellt, bieten Antworten auf viele Facetten dieser Herausforderungen. Eins haben sie alle gemeinsam: Sie stärken die regionalen Energieversorger, damit sie sich im wettbewerbsintensiven Umfeld behaupten können.

Leuchtturm 1: Batterie-Energiespeichersysteme

Batterie-Energie­speicher­systeme

Die wirtschaftlichen Rahmenbedingungen für Großbatteriespeicher sind aktuell sehr attraktiv. Entsprechend ist die installierte Leistung in den letzten Jahren stark angewachsen. Anschlussanfragen für mehr als 500 GW an Speicherleistung liegen bei den Netzbetreibern. Das verdeutlicht die zunehmende Relevanz von Großbatteriespeichern.

Die Thüga und ihre Lösungsgesellschaften unterstützen entlang der gesamten Wertschöpfungskette bei der Planung bis zur Realisierung von Speicherprojekten: von Wirtschaftlichkeitsanalysen über diverse Beratungsleistungen bis zur Unterstützung bei der Projektentwicklung durch eine Kooperation mit der Thüga Erneuerbare Energien (THEE), um weitere Effizienzen zu heben. Zusätzlich kann die Thüga-Lösungsgesellschaft Syneco die Vermarktung von Batteriespeichern übernehmen. Vorteil: Durch eine optimierte Vermarktung auf den Spot- und Regelenergiemärkten können Gewinne maximiert werden. Gleichzeitig bleibt die Wertschöpfung in der Thüga-Gruppe.

Leuchtturm 2: Heim-Energiemanagement-System

Heim-Energie­management-System

Heim-Energiemanagement-Systeme (HEMS) verbinden Stromerzeugungsanlagen wie PV mit Batteriespeichern und Verbrauchern im Haus. Die dazugehörige App ermöglicht individuelles Strommanagement, um zum Beispiel durch automatisierte Eigenstromoptimierung Kosten zu sparen. Die HEMS-Potenziale lassen sich in Kombination mit einem dynamischen Stromtarif voll ausschöpfen. Das sorgt dafür, dass E-Auto oder Wärmepumpe Strom verbrauchen, wenn die Preise niedrig sind.

Für Energieversorger sind HEMS auf dem Weg vom Energielieferanten zum Anbieter ganzheitlicher Energiedienstleistungen ein „Gamechanger“. Katharina Baumbusch vom Thüga-Bereich Innovation: „Mit Paketen aus HEMS und Energiedienstleistungen können sich Stadtwerke im wettbewerbsintensiven Markt wirksam differenzieren und der Kundschaft tolle Lösungen anbieten.“ Seit Januar 2025 sind HEMS-Software und -App über einen Thüga-Vertragspartner für Partnerunternehmen verfügbar. EWR, Stadtwerke Radolfzell oder WEMAG setzen beides ein, die WEMAG mit ihrem „Kilowatt.Käpt’n“ in einer extra für sie gebrandeten Version.

Leuchtturm 3: PACE

PACE – Partnership for Customer Excellence

Gemeinsam sind die Partnerunternehmen der Thüga-Gruppe der drittgrößte Energieversorger in Deutschland. Sie versorgen über acht Millionen Strom- und Gaskundinnen und -kunden. Das eröffnet erhebliche Potenziale – insbesondere im Vertrieb, wo steigende Komplexität, Regulierung und Wettbewerbsdruck neue Antworten erfordern. Wie kann er effizienter aufgestellt werden, ohne lokale Stärke und Nähe zur Kundschaft zu verlieren? Wie lassen sich Angebote konsistenter, verständlicher und schneller umsetzen? Die Vertriebsplattform PACE (Partnership-for-Customer-Excellence) setzt hier an. „PACE soll alle Aufgaben in der Wertschöpfungsstufe Vertrieb abbilden und mit der Thüga-Abrechnungsplattform TAP verzahnt sein“, erklärt Thomas Haupt, Leiter Thüga-Bereich Markt. „Wir wollen hervorragende Kundenerlebnisse schaffen – mit maximaler Effizienz“, ergänzt Hans-Martin Hellebrand, Vorstandsvorsitzender der badenova und einer der Projektpartner und Initiatoren.

Für Partnerunternehmen wird PACE weniger operative Komplexität bei gleichzeitig größerer Umsetzungskraft bedeuten. Vertriebsrelevante Leistungen können modular über eine zentrale Plattform genutzt werden – von Energiebeschaffung bis Abrechnung und Kundenservice. Stadtwerke entscheiden, mit welchen Modulen sie starten. 2025 hat die Thüga mit sieben Partnerunternehmen erste Zielbilder und Anwendungsfälle für PACE erarbeitet. 2026 folgt die Konkretisierung von Prozessen, Systemen und Schnittstellen.

Leuchtturm 4: Thüga-Beschaffungsnetzwerk

Thüga-Beschaffungs­netzwerk

Durch das gebündelte Ausschreibungsvolumen schafft das Thüga-Beschaffungsnetzwerk spürbare wirtschaftliche Vorteile. Die zentrale technische Standardisierung, praxiserprobte Ausschreibungsvorlagen sowie die gezielte Unterstützung bei der Lieferantenauswahl sorgen für eine deutliche Vereinfachung der Prozesse. So ermöglicht die Thüga den Partnerunternehmen einen effizienten und qualitätsgesicherten Einkauf und steigert damit nachhaltig die operative Leistungsfähigkeit.

Das Beschaffungsnetzwerk basiert auf drei Säulen: Die erste Säule ist der gemeinsame Einkauf von Netzmaterial, indirektem Material und Dienstleistungen. Mit einem jährlichen Ausschreibungsvolumen von rund einer Milliarde Euro erzielt das Netzwerk für seine Partnerunternehmen regelmäßig Einkaufsvorteile im dreistelligen Millionenbereich. Die Bündelung der Einkaufsvolumina stärkt nachhaltig die Wettbewerbsfähigkeit der teilnehmenden Unternehmen.

Die zweite Säule umfasst die vielfältigen Informations- und Austauschformate. Aus zunächst wenigen Veranstaltungen hat sich ein umfassendes, stetig wachsendes Wissens- und Netzwerkangebot entwickelt, das heute in zahlreichen Formaten Orientierung, fachlichen Austausch und wertvolle Impulse für die tägliche Praxis bietet. Die dritte Säule ist die individuelle Beratung und Projektunterstützung vor Ort. Sie ermöglicht es, komplexe Beschaffungs- und Projektanforderungen der Partnerunternehmen gezielt und effizient zu begleiten.

Leuchtturm 5: Stromnetz im Wandel

Stromnetz im Wandel

„In der Thüga-Gruppe haben wir 2025 erstmals über eine Milliarde Euro in die Stromnetze investiert“, sagt Dr. Stephan Nagl, Leiter Bereich Netze. Das ist gegenüber 2021 mehr als eine Verdoppelung. Mit 185.000 Kilometern tragen Unternehmen der Thüga-Gruppe Verantwortung für mehr als zehn Prozent des deutschen Stromnetzes. Seit 2021 gingen mehr als 13.000 Ladepunkte für E-Autos an ihre Netze, 2024 konnten mehr als 100.000 Wind- und PV-Anlagen angeschlossen werden. Die Thüga unterstützt den Ausbau der Stromnetze mit Lösungen wie gemeinsamer Beschaffung des Netzmaterials sowie Interessenvertretung mit Blick auf die Netzregulierung.

Zwei Beispiele: Eine digitale Ortsnetzstation besteht aus Stationskörper, Mittelspannungsschaltanlage, Verteiltransformator und Niederspannungsverteilung inklusive Messtechnik und Fernwirkschrank. Die vor allem von der Abteilung Netze-Technik der Thüga erstellte Musterkonfiguration hilft bei der Zusammenstellung der Komponenten, die über Rahmenverträge abgerufen werden können. Das spart Zeit und reduziert die Investitionskosten. Auch belastbare Vorhersagen zu den zukünftig benötigten Anschlussleistungen ermöglichen einen zielgerichteten Netzausbau.

Das Prognosetool für Niederspannungsnetze liefert diese belastbaren Vorhersagen. Die verarbeiteten Daten reichen von Angaben aus Geoinformationssystemen bis zu sozioökonomischen Daten der Haushalte auf einzelnen Liegenschaften.

Gemeinsam in die Zukunft